Zitrone, Rosmarin, Lavendel, Kiefer ... Jedes ätherische Öl wirkt ein wenig anders und oft fühlen wir uns zu genau dem Duft hingezogen, den wir in diesem Moment brauchen.
Wenn wir unruhig sind, ist Lavendel oft angenehm. Bei Müdigkeit greifen viele Menschen zu Rosmarin oder Minze. Und wenn wir etwas Leichtigkeit und Frische suchen, sind zitrische Düfte wie Orange, Grapefruit oder Zitrone sehr beliebt.
Die Auswahl der Öle muss jedoch nicht kompliziert sein. Vor allem wenn Sie anfangen, lassen Sie einfach Ihre Nase entscheiden. Duft ist eine sehr persönliche Angelegenheit und der intuitive Griff ist oft der beste Start.
Ätherische Öle, auch als Pflanzenessenzen bezeichnet, sind konzentrierte aromatische Substanzen, die aus verschiedenen Pflanzenteilen – Blüten, Blättern, Rinde, Holz, Nadeln oder Zitrusschalen – gewonnen werden.
Jede Pflanze hat eine andere Zusammensetzung, Intensität und Charakteristik des Duftes. Manche Öle wirken frisch und leicht, andere erdig, harzig oder blumig.
Das ist auch der Grund, warum Öle nicht nur für Duftlampen und Diffusoren verwendet werden, sondern auch:
Nicht alle ätherischen Öle verhalten sich gleich. Sie unterscheiden sich in Intensität, Verdunstungsgeschwindigkeit und Haltbarkeit des Duftes.
Zitrische Öle zeichnen sich durch einen frischen, leichten Duft aus und verflüchtigen sich schnell. Dazu gehören:
Sie werden häufig zur Raumerfrischung oder in morgendlichen Mischungen verwendet. In der Parfümherstellung bilden sie die sogenannten Kopfnote – den ersten Duft, den Sie wahrnehmen.
Bedenken Sie jedoch, dass zitrische Düfte am schnellsten verfliegen.
Zu den Kräuterölen gehören z.B.:
Sie haben meist einen markanten Charakter und werden oft in der Haar- oder Hautpflege verwendet. Rosmarin beispielsweise kommt in Haarpflegeprodukten vor, Minze ist für ihre kühlende Wirkung beliebt und Geranie passt zu Mischungen für fettige Haut.
Kräuterdüfte wirken frischer als holzige Öle, sind aber meist stabiler als Zitrusöle.
Lavendel, Rose, Ylang-Ylang oder Jasmin gehören zu den intensiv aromatisierten Blütenölen.
Lavendel ist vor allem für seinen milden, beruhigenden Duft beliebt. Ylang-Ylang ist intensiv, süßlicher und wird gern für Parfümmischungen verwendet.
Blütenöle sind kräftiger und bilden oft das Herz des Duftes.
Zedernholz, Kiefer, Patchouli oder Sandelholz gehören zu den Ölen, deren Duft besonders lange anhält.
Sie sind tiefer, erdiger und dienen als Basisnote eines Parfüms. Sie helfen dem Duft, sich zu verankern und länger zu halten.
Halten Ihre selbstgemachten Parfümmischungen nicht lange, hilft oft die Zugabe eines holzigen Öls.
Jedes ätherische Öl verflüchtigt sich unterschiedlich schnell. Zitrusdüfte sind generell sehr flüchtig, während Patchouli, Zedernholz oder Ylang-Ylang wesentlich länger in der Mischung verbleiben.
Daher unterscheidet man in der Parfümerie zwischen:
Ein gut abgestimmter Duft verändert sich im Lauf der Zeit und entfaltet verschiedene Noten.
Wer schon mal ein eigenes Parfüm gemacht hat, weiß, dass eine frische Mischung anders duftet als nach einigen Wochen.
Das ist vollkommen normal. Einzelne Bestandteile benötigen Zeit, um sich zu verbinden und zu reifen. Manche scharfe Töne werden milder, andere entfalten sich erst mit der Zeit.
Daher empfiehlt es sich, das selbstgemachte Parfüm nach der Herstellung einige Wochen an einem dunklen, kühlen Ort reifen zu lassen.
Ätherische Öle werden als Wirkstoff- und Duftkomponente in selbstgemachter Kosmetik verwendet.
Sie finden sie zum Beispiel:
Da es sich um konzentrierte Stoffe handelt, ist es wichtig, sie nur in kleinen Mengen und nach Empfehlung zu verwenden.
Beginnen Sie mit einfachen Rezepten und niedrigen Konzentrationen. Schon wenig ätherisches Öl entfaltet eine starke Wirkung.
Vor der Anwendung auf der Haut sollte ein Verträglichkeitstest gemacht werden, und die Öle sind immer mit einem Trägeröl oder einer geeigneten Basis zu verdünnen.
Für ein einfaches, frisches Parfüm benötigen Sie:
Geben Sie die Parfümbasis in ein Glasfläschchen und fügen Sie die Öle nacheinander hinzu. Fläschchen verschließen und die Mischung sanft bewegen.
Das fertige Parfüm sollte mindestens einen Monat reifen, damit sich die Düfte gut verbinden.
Wenn Sie das selbst ausprobieren möchten, starten Sie ruhig mit einem kleinen Fläschchen und unkomplizierter Duftkombination. Durch eigenes Mischen lernt man am besten, welche Öle einem gefallen. Rohstoffe, Fläschchen und weitere Rezepte finden Sie bei Ekokoza – und wenn Sie unsicher sind, beraten wir gern.
Oft helfen eigener Geruchssinn und persönlicher Geschmack. Ein angenehmer Duft ist meist der beste Ausgangspunkt.
Länger anhaltende Öle sind zum Beispiel Patchouli, Zedernholz, Sandelholz oder Ylang-Ylang.
Die meisten Öle sollten vor der Anwendung in einem Trägeröl oder einer Basis verdünnt werden. In hoher Konzentration können sie reizen.
Die einzelnen Düfte brauchen Zeit zum Verbinden. Nach der Ruhephase ist das Parfüm meist milder und ausbalancierter.
Idealerweise gut verschlossen in dunklen Fläschchen ohne Licht- und Hitzeeinwirkung.
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