Natürliche Repellentien - Rohstoffe zum Schutz vor lästigen Insekten

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Natürliche Repellentien - Rohstoffe zum Schutz vor lästigen Insekten
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Licht, Wärme, Feuchtigkeit und Körperschweiß – das alles zieht Insekten magisch an. Manche von uns sind für Mücken ein echter Magnet. Wenn Sie das Jucken, die Stiche und Schwellungen satt haben, sehen wir uns natürliche Zutaten an, die im Sommer wahre Helfer sein können.Weitere Informationen
Zutaten für dieses RezeptZitroneneukalyptusLavendelThymianCitronellaTeebaumölGeranieGewürznelkeZimtNeemöl
Die einzelnen Zutaten können Sie direkt unter der Anleitung kaufen

Licht, Wärme, Feuchtigkeit und Körpergeruch. Das sind Dinge, denen Insekten nur schwer widerstehen können. Manche von uns sind zudem regelrechte Magneten für Mücken. Wenn Sie das Jucken, die Stiche und Schwellungen leid sind, schauen wir uns natürliche Rohstoffe an, die im Sommer sehr nützlich sein können.

Pro und Contra von Repellentien mit DEET

Einige Insektenarten werden von Schweiß und Bakterien angezogen, andere von Kohlendioxid oder einem spezifischen Hautgeruch. Der in vielen herkömmlichen Repellentien enthaltene Wirkstoff DEET schreckt Insekten zuverlässig ab. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass er nicht die ideale Wahl für den täglichen Gebrauch ist und weder für uns noch für die Umwelt besonders förderlich ist.

Wenn Sie in Gebiete reisen, in denen Insekten schwere Krankheiten übertragen, ist ein klassisches Repellent mit DEET angebracht. Bleiben Sie jedoch zu Hause, wandern Sie, arbeiten im Garten oder verbringen Sie den Sommer am Wasser, lohnt es sich, auch natürliche Alternativen zu probieren.

Pro und Contra von natürlichen Repellentien

Natürliche Insektenabwehrmittel eignen sich für alle, die einen sanfteren Weg suchen. Sie werden oft von Menschen mit empfindlicher Haut, von Eltern für Kinderprodukte oder von denen verwendet, die herkömmliche Repellentien nicht täglich auftragen möchten.

Man muss jedoch damit rechnen, dass natürliche Repellentien in der Regel nicht so lange wirken wie handelsübliche Produkte. Sie sollten deshalb regelmäßig, vor allem bei Schweiß, Baden oder Aufenthalt in der Sonne, erneut aufgetragen werden. Wärme und Sonne beschleunigen die Verdunstung der Duftstoffe zusätzlich.

Die meisten natürlichen Repellentien bestehen aus ätherischen Ölen oder stark aromatischen Pflanzenölen. Diese sollten stets verdünnt werden, da unverdünnte ätherische Öle die Haut reizen können.

Natürliche Repellentien praktisch: Wie und womit verdünnen?

Natürliches Repellent als Spray

Wer ein Spray möchte, kann ätherische Öle mit Blütenwasser, Hydrolat oder normalem Wasser kombinieren. Besonders geeignet ist Hamameliswasser, das selbst einen leicht adstringierenden und reinigenden Charakter hat.

Öl und Wasser verbinden sich jedoch nicht von selbst. Deshalb ist es gut, einen Stoff zu verwenden, der die ätherischen Öle gleichmäßig im Wasser verteilt. So gelangt kein konzentrierter Tropfen auf die Haut, sondern eine gleichmäßig verteilte Mischung.

Solubol ist ein natürlicher alkoholfreier Solubilisator mit einem sehr feinen Duft. In wässrigen Sprays eignet er sich besonders, da er hilft, ätherische Öle in der Wasserphase zu verteilen. Das bewährte Mischungsverhältnis beträgt 1 Teil ätherisches Öl zu 4 Teilen Solubol. Mischen Sie zuerst das ätherische Öl mit Solubol und geben Sie die Mischung dann in das Wasser oder Hydrolat.

Öliges Repellent

Wenn Sie eine ölige oder buttrige Konsistenz bevorzugen, mischen Sie die gewählten ätherischen Öle in einem Trägeröl oder Pflanzenbutter. Geeignet sind zum Beispiel Sonnenblumen-, Kokos-, Mandel- oder Jojobaöl. So ein Repellent wird sanft in die Haut eingerieben und bleibt länger an Ort und Stelle als ein leichtes Wasserspray.

Das ätherische Öl des Zitronen-Eukalyptus zählt zu den bekanntesten natürlichen Repellentien. Es hat einen frischen Zitrusduft mit Kräuternote und enthält Stoffe, die Mücken und andere Insekten nicht mögen.

Was tun?

Mischen Sie 5 ml Zitronen-Eukalyptusöl mit 100 ml Sonnenblumenöl. Wenn Sie ein Spray wollen, verwenden Sie Solubol zur Emulgation und verteilen Sie die Mischung im Wasser oder Hamamelis-Hydrolat. Wiederholt auftragen, am besten alle 2 Stunden. Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet.

Lavendel ist ein Klassiker in der Naturkosmetik. Seine Blüten und das ätherische Öl haben einen milden, blumigen Kräuterduft, der für Menschen angenehm ist, für Mücken aber nicht. Es eignet sich auch nach Stichen, um die Haut zu beruhigen.

Was tun?

Sie können Lavendel im Topf am Fenster, auf der Terrasse oder im Beet beim Sitzplatz anbauen. Die frischen Blüten leicht zerreiben und damit die von Mücken bevorzugten Stellen einreiben – Knöchel, Hals oder Handgelenke. Lavendelöl kann einem Öl-Repellent, Balsam oder Spray zugefügt werden.

Thymian hat einen ausgeprägten Kräuterduft und wirkt in Mischungen sehr stark. Es gehört zu den Rohstoffen, die mit Bedacht und tropfenweise verwendet werden. Es bringt einen intensiven Kräuterton in Repellent-Mischungen ein.

Was tun?

Am Lagerfeuer kann man einen Thymianzweig ins Feuer werfen. Der Duft verteilt sich im Raum und macht das abendliche Sitzen angenehmer.

Für ein Repellent aus Thymian mischen Sie 4 Tropfen Thymianöl mit einem Teelöffel Trägeröl, z. B. Oliven- oder Jojobaöl. Für ein Spray mischen Sie 6 Tropfen Thymianöl mit 24 Tropfen Solubol und geben dies zu 60 ml Hydrolat oder Wasser.

Citronella ist ein Sommerklassiker. Bekannt aus Kerzen, Gartenlampen und natürlichen Mischungen. Ihr frischer, zitronig-kräuteriger Duft eignet sich hervorragend für Sprays, Kerzen und Diffusoren.

Citronella verflüchtigt sich jedoch relativ schnell. Wird sie im Repellent verwendet, sollte etwa jede Stunde erneut aufgetragen werden.

Was tun?

Stellen Sie Citronella-Kerzen für die Terrasse oder den Balkon her. Citronella kann in Aromalampen, Diffusoren, Raumsprays oder Ihrem eigenen Repellent genutzt werden.

Teebaumöl hat einen intensiven, frischen, leicht kampferartigen Kräuterduft. In der Kosmetik wird es häufig verwendet, da es frisch wirkt und gut in Sommerpflege- und Reinigungsmischungen passt.

Was tun?

Teebaumöl kann in Repellentsprays, Reinigungsmischungen oder Ölprodukten genutzt werden. Es lässt sich gut mit Lavendel, Zitroneneukalyptus, Citronella und Geranium kombinieren. Immer verdünnt verwenden.

Geranie, also Pelargonie, hat einen blumigen, leicht rosigen und grünen Duft. Die darin enthaltenen Duftstoffe werden häufig in Repellent-Mischungen genutzt und gleichen zudem scharfe Noten wie Teebaum, Thymian oder Citronella aus.

Was tun?

Fensterkästen mit Geranien bepflanzen und das ätherische Öl in Aromalampen, Diffusoren oder Repellent-Mischungen nutzen. Es kann in Mandelöl eingerührt und verdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Geranie ist ein empfehlenswerter Bestandteil von selbstgemachten Repellentien.

Nelken haben einen kräftigen, würzigen, warmen Duft. Sie eignen sich für Repellent-Mischungen, sollten aber vorsichtig verwendet werden, da sie sehr konzentriert sind und auf der Haut nur gut verdünnt aufgetragen werden dürfen.

Was tun?

Nelkenöl kann in Aromalampen, Kerzen oder Repellentien verwendet werden. Für die Haut zuerst in einem Trägeröl oder mit Lösungsmittel verdünnen. Es reicht eine sehr geringe Menge.

Zimt ist nicht nur zum Backen da. Zimtöl hat einen intensiven, warmen und würzigen Duft, der sich vor allem für Raumsprays, Kerzen und Textilsprays eignet. Auf der Haut sollte er sehr vorsichtig und stark verdünnt verwendet werden.

Was tun?

Zimtöl ist stark und kann in konzentrierter Form die Haut reizen. Für ein Spray etwa 25 Tropfen Zimtöl mit einem Löffel Solubol mischen und anschließend in 120 ml Blüten- oder destilliertem Wasser verdünnen. Das Spray eher auf Kleidung, Textilien oder in Räume verwenden.

Neemöl ist ein markanter Rohstoff mit typischem, unverkennbarem Geruch. Nicht jeder mag ihn, aber sein starkes Aroma ist der Grund, warum er so oft in natürlichen Insektenschutzmischungen zum Einsatz kommt. In öligen Repellentien ist er fest etabliert.

Was tun?

Neemöl kann zu öligen Repellentien oder pflegenden Hautbalms gegeben werden. Ist der Duft zu stark, einfach mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Geranie, Citronella oder Zitronen-Eukalyptus kombinieren.

Worauf sollte man achten?

Ätherische Öle niemals unverdünnt auftragen, wenn Sie sich nicht mit ihrer sicheren Anwendung auskennen. Immer in Trägeröl, Butter oder geeignetem Lösungsmittel mischen. Empfohlen werden ca. 3–5 Tropfen ätherisches Öl pro 30 ml Trägeröl.

Natürliche Repellentien sind kein adäquater Ersatz bei Reisen in Gebiete, in denen Insekten schwere Krankheiten übertragen. Dort ist ein bewährtes Repellent besser.

Ätherische Öle können allergische Reaktionen auslösen. Neue Produkte deshalb immer zuerst an einer kleinen Hautstelle testen und mindestens 1–2 Stunden abwarten. Bei Brennen, Jucken oder Rötung das Produkt nicht weiterverwenden.

Was nehmen wir mit?

Natürliche Repellentien sind ein schöner Weg, um wieder zu einfachen Rohstoffen zurückzukehren und besser zu verstehen, was wir auf unsere Haut auftragen. Sie sind kein Allheilmittel und müssen regelmäßig erneut aufgetragen werden, können aber im Alltag im Sommer im Freien sehr angenehme Helfer sein.

Probieren Sie verschiedene Kombinationen aus! Für ein frisches Spray eignen sich Zitronen-Eukalyptus, Citronella und Minze oder Hamameliswasser. Für eine sanftere Ölmischung probieren Sie Lavendel, Geranie und etwas Neemöl. Das Experimentieren ist so wichtig wie das Ergebnis – finden Sie heraus, was Ihnen gefällt und was Mücken fernhält.

 

Rohes Material
Zitroneneukalyptus
Thymian
Teebaumöl
Gewürznelke
Zimt
Zimtöl

Zimtöl

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